Macht eine Insassenversicherung Sinn?

Die Insassenversicherung wird von nahezu allen Autoversicherern angeboten. Es handelt sich dabei um eine Risiko-Unfallversicherung, die alle Insassen des Fahrzeugs schützt. Dabei taucht regelmäßig die Frage auf, wie sinnvoll diese Versicherung ist. Wir von versicherung.auto haben für Sie einen Blick darauf geworfen.

Risiko-Unfallversicherung vs. Insassenversicherung

Eine Risiko-Unfallversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen eines Unfalls. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dauerhaften Schäden. Ein Beispiel wäre, wenn Sie nach einem Unfall im Rollstuhl sitzen und Ihr Haus behindertengerecht umgebaut werden muss. In dem Fall erhalten Sie aus der Unfallversicherung eine Einmalzahlung, deren Höhe davon abhängt, welche Körperteile wie stark beschädigt wurden. Ebenso gibt es die Möglichkeit, eine Unfallrente abzuschließen/in den Vertrag einzubinden. Diese wird ab einem gewissen Grad der Behinderung lebenslang gezahlt. Hinzu kommen kleinere Leistungen, für die kein dauerhafter körperlicher Schaden erforderlich ist. Dazu zählen das Krankenhaustagegeld und Schmerzensgeld.

Wenn Sie (oder Ihre Insassen) bereits eine Unfallversicherung besitzen, leistet diese automatisch, wenn etwas passiert. Da dies auch bei Autounfällen gilt, besteht kein grundsätzlicher „Zwang“, eine Insassenversicherung abzuschließen. Diese stellt eine Art „Mini-Unfallversicherung“ dar, die nicht viel kostet, aber vergleichsweise niedrige Versicherungssummen besitzt.

Was ist, wenn Sie oder die Insassen keine Unfallversicherung haben?

Angenommen, Sie sind mit zwei Freunden im Auto unterwegs. Auf der Landstraße werden Sie von einem entgegenkommenden Fahrzeug gerammt und landen im Krankenhaus. In diesem Fall muss die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners alle Kosten übernehmen. Dies gilt auch für Ausgaben, die durch dauerhafte Schäden entstehen. Also Verdienstausfall, Schmerzensgeld, häusliche Umbaumaßnahmen für Rollstuhlfahrer, Behandlungskosten und vieles mehr.

Ist eine Unfallversicherung vorhanden, leistet diese zusätzlich. Dies gilt auch für die Insassenversicherung. Wie Sie sehen, ist sie aber kein Muss, um finanzielle Hilfe zu erhalten.

Was ist, wenn der Unfallgegner keine Kfz-Haftpflichtversicherung besitzt?

Prinzipiell benötigt jedes Auto eine Haftpflichtversicherung, um zugelassen zu werden. Dennoch kann es vorkommen, dass Menschen ohne Versicherungsschutz am Verkehr teilnehmen. Dies ist zwar strafbar, dennoch kommt es vor. Verursacht eine solche Person einen Unfall, sind Sie und Ihre Insassen dennoch über den Fonds der Kfz-Haftpflichtversicherer geschützt.

Was ist, wenn Sie den Unfall verursachen?

In dem Fall sind die Ihre Mitfahrer über Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt. Die einzige Person, die in diesem Fall vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist, sind Sie als Fahrer. Hier würde die Insassenversicherung für Sie leisten.

Benötige ich eine Insassenversicherung?

Grundsätzlich ist eine Risiko-Unfallversicherung vorzuziehen. Sie bietet rund um die Uhr weltweiten Schutz. Da sie auch bei Autounfällen leistet, besteht in der Regel kein zwingender Grund, eine zusätzliche Insassenversicherung abzuschließen.

Keine Regel ohne Ausnahme

Ungeachtet dieser Argumente kann es Situationen geben, in denen eine Insassenversicherung absolut Sinn ergibt. Sie alle basieren darauf, dass nicht jeder Mensch eine Unfallversicherung abschließen kann. So ist es für Diabetiker nahezu unmöglich, eine Risiko-Unfallversicherung zu erhalten. Hier bietet die Insassenversicherung den Vorteil, ohne Gesundheitsfragen auszukommen. Tatsächlich ist sie für manche chronisch Kranken der einzige Weg, zumindest während der Autofahrt versichert zu sein.

Was kostet eine Insassenversicherung?

Die Kosten für diese Art von Unfallversicherung variieren je nach Anbieter und Leistungsumfang. Nutzen Sie unseren Beitragsrechner auf versicherung.auto, um die Preise der Versicherer zu vergleichen.

Noch keine Kommentare

Antworten