Welche Versicherung brauche ich bei Leasing und Finanzierung?

Ein Großteil der Autos auf unseren Straßen ist entweder geleast oder über einen Ratenkredit finanziert. Geht es um die passende Versicherung, sind in diesen Fällen ein paar Dinge zu beachten, damit es im Ernstfall keine Probleme gibt. Im Folgenden finden Sie alles, was Sie dazu wissen müssen:

 

Auto finanzieren und Vollkasko

Wenn Sie ein Auto über Raten bezahlen, gehört der Wagen im Prinzip der Bank. Aus diesem Grund wird auch der Fahrzeugbrief dort aufbewahrt. Für die Bank stellt dies eine gewisse Sicherheit dar: Falls Sie die Raten nicht (mehr) bezahlen können, holt sie einfach das Auto zurück.

Das Problem dabei ist, dass Sie jederzeit einen Unfall verursachen können, der zum Totalschaden führt. In dem Fall ist das Auto zerstört und die Bank hat keinen „Pfand“ mehr in der Hand. Aus diesem Grund bestehen viele Banken darauf, dass der Wagen über eine Vollkaskoversicherung geschützt wird.

Im Prinzip stellt dies auch für Sie einen Schutz dar. Angenommen, Sie fahren den Wagen gegen einen Baum. In dem Fall erhalten Sie über die Vollkasko den Schaden ersetzt und können damit Ihre Schulden bei der Bank begleichen. Andernfalls müssten Sie noch Jahre lang ein Auto abzahlen, das gar nicht mehr existiert – plus die Kosten für ein anderes Auto, das Sie dann benötigen.

 

Welche Banken bestehen auf eine Vollkaskoversicherung bei Finanzierungen?

Grundsätzlich verlangen alle Autobanken eine Vollkaskoversicherung, damit sie eine Finanzierung übernehmen. Hausbanken machen hier auch mal eine Ausnahme. Um sich selbst vor Schwierigkeiten zu bewahren, sollten Sie dennoch auch hier eine Vollkaskoversicherung für Ihr neues Auto abschließen.

 

Vollkaskoversicherung bei Finanzierung: Darauf sollten Sie achten

Entgegen mancher Ansichten ersetzt eine Vollkaskoversicherung nicht grundsätzlich den Neuwert Ihres Wagens. Tatsächlich ist die Neuwertentschädigung auf einen gewissen Zeitraum begrenzt. Wie lange dieser anhält, darf jeder Versicherer für sich selbst entscheiden. Die gängigen Fristen sind zwölf und 24 Monate. Bei versicherung.auto empfehlen wir unseren Kunden, einen Versicherer zu wählen, der in den ersten 24 Monaten nach dem Kauf den vollen Neuwert ersetzt. Andernfalls riskieren Sie, dass die Versicherungsleistung nicht reicht, um der Bank den offenen Restbetrag zu ersetzen. Der Beitragsrechner von versicherung.auto zeigt Ihnen schnell und einfach, welche Versicherer hier das passende Produkt anbieten.

 

Auto finanzieren und Leasing

Beim Leasing gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie bei einem Kauf auf Ratenbasis. Allerdings bestehen die Banken hier grundsätzlich auf eine Vollkaskoversicherung während der gesamten Laufzeit. Prüfen Sie daher vor dem Kauf, wie hoch die Versicherungsbeiträge sind. Auch hier hilft Ihnen unser Vergleichsrechner.

 

Die GAP-Deckung

Bei einem Leasingvertrag wird das Auto nicht von Ihnen gekauft. Stattdessen bezahlen Sie dem Leasinggeber den Wertverlust, den das Auto erfährt, während es in Ihrem Besitz ist. Angenommen, Sie leasen einen Wagen für vier Jahre. In dieser Zeit erleidet der Wagen einen Wertverlust von 20.000 Euro. Dieser Betrag wird über die Leasingraten bezahlt. Nun kann es bei einem Totalschaden passieren, dass der tatsächliche Wertverlust nicht mit dem übereinstimmt, was Sie bis dato an Raten bezahlt haben. Tatsächlich ist der Wertverlust gerade in der ersten Zeit nach dem Kauf am höchsten. Dadurch kann es zu einer Lücke kommen, die Sie aus eigener Tasche bezahlen müssen. Um dies zu verhindern, bieten manche Versicherer die sogenannte GAP-Deckung oder GAP-Versicherung an.

 

Ein Beispiel:

Sie haben Ihr neues Auto geleast. Nach einiger Zeit wird der Wagen gestohlen oder durch einen selbst verursachten Unfall zerstört. Die 24-Monate-Frist ist bereits abgelaufen, sodass die Vollkaskoversicherung nur den Zeitwert am Schadenstag ersetzt. Nun sieht es so aus:

 

  • Zeitwert am Schadenstag: 15.000 Euro
  • Restwert gegenüber der Leasinggesellschaft: 18.000 Euro

 

Die Differenz von 3.000 Euro ist entstanden, weil der Wert des Wagens schneller fiel, als Ihre monatlichen Leasingraten dies ausgleichen konnten. Das Ergebnis: Die Versicherung bezahlt 15.000 Euro. Die Differenz von 3.000 Euro müssen Sie aus eigener Tasche ersetzen.

Hier greift die GAP-Deckung. Sie übernimmt die Lücke von 3.000 Euro und bezahlt diese an die Leasingbank.

 

Ab wann hat eine GAP-Deckung Sinn?

Hier scheiden sich die Geister. Viele sind der Meinung, die GAP-Versicherung würde nur Sinn ergeben, wenn es sich mindestens um ein Auto der gehobenen Mittelklasse handelt. Aus unserer Sicht ist dieser zusätzliche Schutz immer sinnvoll, wenn Sie einen eventuellen Differenzbetrag nicht aus eigener Tasche ersetzen können oder wollen.

Nutzen Sie jetzt den Vergleichsrechner auf versicherung.auto, um den passenden Versicherer mit GAP-Deckung für Ihr Auto zu finden!

 

 

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