Wie kommt der Beitrag für meine Autoversicherung zustande?

Es gab eine Zeit, in der Beiträge für Autoversicherungen vorrangig von der Motorleistung abhingen. Dieses System war leicht nachvollziehbar. Wer ein leistungsstarkes Auto fuhr, zahlte höhere Versicherungsbeiträge. Da solche Autos meist teuer waren, galt die Faustregel: Ein teures Auto bedeutet einen hohen Versicherungsbeitrag.

Dieses System hat mittlerweile keine Gültigkeit mehr. Heute kann es vorkommen, dass ein günstiger Kleinwagen höhere Versicherungsprämien verursacht als eine kostspielige Limousine. Wie funktioniert die Beitragsberechnung und worauf müssen Sie achten?

Versicherungsbeiträge richten sich nach Klassen

Versicherer arbeiten mit einem Nummernsystem. Man spricht auch von Versicherungsklassen. Hier gilt: je höher die Zahl, desto höher der Beitrag. Die Klassen werden für jedes Modell und jede Ausführung individuell festgelegt und immer wieder aktualisiert. Es kann also vorkommen, dass ein Auto jedes Jahr neu eingestuft wird. Von welchen Faktoren hängt diese Einstufung ab?

Beitragsfaktoren in der Kfz-Haftpflicht

Die Kfz-Haftpflicht dient dem Zweck, für Schäden aufzukommen, die Sie mit Ihrem Fahrzeug verursachen. Um das Fahrzeug einzustufen, prüfen die Versicherer jährlich, wie viele Schäden mit dem jeweiligen Modell und Typ verursacht werden. Hier findet sich auch der Grund, warum günstige Fahrzeuge manchmal sehr teuer in der Versicherung sind. Gerade die sogenannten „Autos für Führerscheinanfänger“ sind oft in Unfälle verwickelt. Entsprechend hoch ist die Summe der Schadenszahlungen. In diesem Fall stufen die Versicherer das jeweilige Modell in eine höhere Klasse ein. Da jede Ausführung individuell eingestuft wird, können sich hier große Unterschiede ergeben.

Ein Beispiel:
Innerhalb eines Jahres werden sehr viele Unfälle mit dem VW Golf verursacht. Die Versicherer reagieren und stufen das Fahrzeug in eine höhere Klasse ein. Die Cabrio-Version schneidet in der Statistik sehr gut ab. Entsprechend wird das Cabrio in eine niedrigere Klasse eingestuft. Die Folge: Die Haftpflichtversicherung für das Cabrio kostet deutlich weniger als für die geschlossene Version.

Da jede einzelne Ausführung eines Autos separat betrachtet wird, können leicht große Preisdifferenzen entstehen. Wenn Sie dies im Kopf behalten, finden Sie leicht die Ausführung, die vom Anschaffungspreis UND der Versicherungsprämie zu Ihnen passt. Auf https://versicherung.auto finden Sie die passenden Werkzeuge, um die einzelnen Ausführungen Ihres Wunschautos bezüglich der Versicherungsprämie zu vergleichen.

Beitragsfaktoren in der Kaskoversicherung

Bei der Kaskoversicherung verhält es sich ähnlich. Auch hier geht es danach,

a) welche Schäden versichert sind und
b) wie hoch die jährlichen Schadenszahlungen ausfallen

Beispiel:
In der Teilkasko-Versicherung ist Diebstahl mitversichert. Ein Automodell, das oft gestohlen wird, kostet hier mehr als ein Wagen, der Autodiebe selten bis gar nicht interessiert.

Übrigens spielt die Anzahl Ihrer schadenfreien Jahre bei der Teilkasko-Versicherung keine Rolle. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, dass Sie beispielsweise nach einem Wildschaden hochgestuft werden.

Faktoren, die nichts mit dem Auto zu tun haben

Mittlerweile achten Versicherer auch darauf, wo das Auto zugelassen wird. Es gibt Regionen, in denen vergleichsweise viele Verkehrsunfälle passieren. In dem Fall wird der Versicherer das Fahrzeug höher einstufen. Dies gilt auch umgekehrt: Wenn Sie in einer ruhigen Gegend wohnen, wo nur selten Unfälle passieren, zahlen Sie weniger für Ihre Versicherung. Das Ganze ist vergleichbar mit einer Versicherung gegen Hochwasserschäden: Wer in einer gefährdeten Umgebung wohnt, bezahlt einen höheren Preis für die Versicherung.

Autoversicherungen und integrierte Rabatte

Neben dem System der schadenfreien Jahre vergeben die Versicherer Nachlässe an bestimmte Personengruppen. Dies können Angehörige bestimmter Berufe sein. So gewähren manche Versicherer großzügige Nachlässe an Beamte. Ebenso gibt es beim Versicherungsschutz vor Sturm- und Hagelschäden günstigere Preise, wenn der Wagen in einer Garage abgestellt wird. Der Hintergedanke ist, dass das Risiko für den Versicherer geringer ist als bei einem Auto, dass im Freien geparkt wird. Wenn ein Versicherer der Meinung ist, dass Menschen in Ihrer Altersklasse weniger Unfälle verursachen, kann er auch dafür den Preis senken.

Nicht alle dieser Nachlässe werden von den Versicherern deutlich nach außen getragen. Hier hilft nur ein direkter Vergleich. Nutzen Sie jetzt den Service von https://versicherung.auto, um die günstigste Versicherung für Ihr Auto zu finden.

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