Wie wird der Betrag für die Haftpflichtversicherung ermittelt?

Wie viel Sie monatlich für Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung bezahlen müssen, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist die Typklasse Ihres Fahrzeugs. Jedes Automodell, das in Deutschland zugelassen ist, wird nach statistischen Werten beurteilt und kategorisiert. Ein Kriterium dafür ist die Häufigkeit von Unfällen mit diesem Modell, aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass es gestohlen wird. Die Typklasse wird durch eine Zahl zwischen zehn und 25 gekennzeichnet, je niedriger sie ist, desto geringer ist der Versicherungsbeitrag. Die Typklassen werden jedes Jahr aktualisiert und die Beiträge für die Haftpflichtversicherung dementsprechend angepasst.

Ein weiterer Faktor ist die Regionalklasse, für die die Region eine Rolle spielt, in der Ihr Fahrzeug zugelassen ist. Kriterien für die Bewertung sind etwa die Häufigkeit von Unfällen, der Zustand der Straßen und die Witterungsverhältnisse in der Region. Während Sie auf die Typ- und die Regionalklasse nur bedingt Einfluss nehmen können, haben Sie die Entwicklung Ihrer Schadensfreiheitsklasse selbst in der Hand. Dabei handelt es sich nämlich um die Anzahl der Jahre, in denen die Versicherung nicht für Sie zahlen musste. Je länger Sie keinen Unfall verursacht haben, desto geringer wird Ihr monatlicher Versicherungsbeitrag. Muss der Versicherer allerdings für einen Schaden aufkommen, den Sie verursacht haben, erhöht er ab dem nachfolgenden Kalenderjahr den Beitrag für Ihre Haftpflichtversicherung.

Wenn Sie eine neue Haftpflichtversicherung abschließen, informiert Ihr alter Versicherer den neuen über Ihre Schadenfreiheitsklasse. Das bedeutet, dass Sie auch in Ihrer neuen Versicherung davon profitieren, wenn Sie lange ohne Unfall unterwegs waren. In der Schadenfreiheitsklasse liegt also ein großes Potential für Ersparnis, wenn Sie unterschiedliche Autoversicherungen miteinander vergleichen.

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